Mit Apps durch schwere Zeiten

Hand über Smartphone

Zusammenfassung des Workshops an der https://www.ev-akademie-rheinland.de/ der EKiR.

Das Netz trägt auch in schweren Zeiten

Hier möchte ich Ihnen ein paar Apps vorstellen, die Sie für Ihre seelsorgerliche Arbeit nutzen können, aber auch und erst Recht für Ihre persönliche Selbstfürsorge. In beiden Fällen aber als Begleiter, als externe Ressource, als Helfer in der Not, als Kursangebot und Trainer oder einfach zum Wohlfühlen. Ich hoffe, es ist eine bunte, für Sie hilfreiche Mischung, die auch über den kirchlichen Tellerrand hinausblickt. Wir können dann darüber sprechen und auch ausprobieren, wenn Sie mögen.

Wir tragen wohl alle ein Smartphone mit uns. Und wir genießen die Möglichkeiten, die es uns bietet: Informationen rund um die Uhr, Vernetzung und In-Kontakt-sein mit anderen, Social Media und Messenger. Das ist alles wunderbar. Das kostet aber auch alles Kraft. Und permanent erreichbar zu sein hat auch seine Schattenseiten. Wir müssen gut auf uns achten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Apps gut unterstützen können im Sinne einer Begleitung, Erinnerung, Motivation und Prävention.

Apps sind ein Thema! Die Krankenkassen arbeiten zunehmend mit Apps zusammen oder bieten diese an. Hier beispielhaft die Barmer: https://www.barmer.de/unsere-leistungen/apps-skills

Auch in der Medizin und dem Gesundheitswesen erfahren Apps mittlerweile eine große Aufmerksamkeit. Sie haben vielleicht schon von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGa)/Gesundheits-Apps gehört. Vom Arzt/Ärztin verschrieben sind es gute Begleiter und erste Helfer z.B.:

Sind Sie unsicher, ob ein Muttermal sich verdächtig verändert hat?
Eine Diagnose-App zu Hautkrebs kann Ihre Fotos auswerten und erste Hinweise geben.

Sie leiden unter Migräne?
Hier kann eine App helfen, die Krankheit digital zu dokumentieren und zu analysieren, etwa um Auslöser zu erkennen.

Es plagt Sie ein chronischer Schmerz im unteren Rücken?
Individuell abgestimmte, interaktive Übungen helfen, die Muskulatur zu stärken.

Oder Ihr Kind leidet an Diabetes?
Eine Anwendung kann ihm dabei helfen, die Krankheit zu verstehen, sinnvolle Gewohnheiten einzuüben und beizubehalten.

Hier eine Übersicht zu den DiGa:

https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis

https://digitalversorgt.de/diga-verzeichnis

Oder beispielhaft und konkret:

Tinnitus-Hilfe – Kalmeda: https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis/350

In Bewegung kommen:

Wir sitzen viel. Und Sitzen soll das neue Rauchen sein… Vielleicht kann ein einfacher Schrittzähler schon dafür sorgen, dass wir uns mehr bewegen. Schauen Sie mal im App-Store nach Schrittzählern, die Ihnen gefallen, vielleicht ist ja auch schon einer auf Ihrem Smartphone installiert.

Progressive Muskelentspannung: ein bewährtes und wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Entspannung und eigenen körperlichen Wahrnehmung. Wenn Sie auf die Angebote der Krankenkassen setzen, machen Sie bestimmt nichts falsch, z.B. TK und AOK.

Achtsamkeit und Meditation – auch das sind mehr als Modewörter. Dahinter stecken hilfreiche Verfahren, die weltweit untersucht und in ihrer Wirksamkeit erforscht werden. Achtsamkeit und Meditation können uns helfen, in gutem Kontakt mit uns selbst zu bleiben, entspannter durch den Tag zu gehen, aufmerksamer auch für die eigenen Bedürfnisse und körperlichen Reaktionen. Ich empfehle Ihnen, sich hier einmal bei diesen Angeboten umzuschauen:

7Mind

Body2Brain

Calm

Insight Timer – hier auch mit christlichen Meditationen

Und als Apps für die persönliche Andacht oder spirituelle Begleitung empfehle ich:

Andachts.app

Die-Bibel.de – Deutsche Bibelgesellschaft

Die Losungen

Krisen-Kompasshttps://krisen-kompass.app/   
Eine Entwicklung der Telefonseelsorge zur Suizid-Prävention. Über Crowdfunding finanziert. Seit 2020 steht sie bereit.

MindDoc – MoodPathhttps://mymoodpath.com/de/
Stimmungstagebuch und psychologischer Begleiter. Geeignet bei depressiven Verstimmungen, Ängsten, zur Burnout-Prävention oder wenn Sie sich selbst besser kennenlernen wollen.
Ein Produkt der Schoen-Kliniken mit wissenschaftlicher Begleitung durch die LMU und FU Berlin.

Datenschutzerklärung: https://mymoodpath.com/de/datenschutz/

Forschungskooperationen: https://minddoc.de/wissenschaft

Wissens-Magazin: https://minddoc.de/magazin/

XRCS https://xrcs.de/ – Spiritualitäts- und Achtsamkeits-App der Landeskirche Hannovers. Als „Workout für die Seele“ beschrieben.

Und jetzt nehmen Sie sich Zeit um die Apps herunter zu laden, auszuprobieren, zu testen….

Und nicht vergessen, für alles gilt:
Prüfet alles und das Gute behaltet! – 1. Thess 5,21

Photo by Rob Hampson on Unsplash