Mit Apps durch Corona (3)

Moodpath – Dein psychologischer Begleiter
Für Apple- und Android-Nutzer.

Weitere Infos: https://mymoodpath.com/de/

Belasten dich bestimmte Gefühle, Gedanken und Erlebnisse und möchtest du lernen, wie du besser damit umgehen kannst?“ So lautet die erste Frage nach dem ersten Start der App. Und genau darum geht es auch bei Moodpath: nimm deine Gedanken und Gefühle wahr und lerne mit den unangenehmen Teilen davon besser umzugehen. Es wird also ein Stimmungspfad (moodpath) gelegt, der im Journal nachlesbar ist und mit der Zeit einen guten Überblick, auch in Form von Graphen gibt. Das ist Selbstreflexion der persönlichen Stimmungen auf hohem Niveau für jeden Tag. Automatische Zwischenauswertungen geben ein erstes Feedback und verweisen dabei auf hilfreiche Artikel und Hinweise innerhalb der App.

Und so ist die App eine Ansammlung von Fragen, mit denen die Nutzer sich selbst auf die Schliche kommen können. Von der Schlafqualität über das eigene Selbstbild (Glaubst du gerade, dass du weniger wert bist als andere Menschen?) bis zum gegenwärtigen Gefühlsstand (Wie fühlst du dich?) wird alles abgefragt und man kann mit Skalierungen (gar nicht, ein wenig, ziemlich, sehr stark) antworten.

Jeden Tag werden die drei Mal täglich die Fragen gestellt und vom Nutzer beantwortet. So bekommt die App einen Eindruck von dem, was gerade los ist und kann dann zu den jeweiligen Herausforderungen passende Inhalte anzeigen und auf App interne Kurse zum Hören oder Lesen verweisen (Depression verstehen, Gedankenreisen, Meditationen, Entspannungsübungen, Selbstbewusstsein,…). So bekommt man wirklich einen Handwerkskoffer an die Hand, aus dem sich die jeweils aktuell besten Tools entnehmen lassen. Auch für Menschen, die nicht phobisch oder depressiv sind eine gute Unterstützung in diesen Zeiten.

Außerdem gibt es eine Schnittstelle zu „MindDoc“. Hier kann per Videokonferenz eine Verbindung zu einem Psychotherapeuten*in aufgebaut werden. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür.

Und auf der Webseite https://minddoc.de/magazin/ gibt es weitere hilfreiche Artikel als Hilfe zur Selbsthilfe.

Zum Datenschutz heißt es:

Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und sind anonym. Der Nutzer muss sich nicht über Facebook anmelden und keine Emailadresse preisgeben. Ihm wird anonym eine Nutzer-ID zugeteilt, die niemand außer Moodpath sehen kann. Auf die Nutzeridentität hinter der Nummer kann Moodpath nicht schließen. Der Nutzer kann in den Einstellungen seine Daten jederzeit vollständig löschen. Wenn der Nutzer sich dazu entschließt, kann er seine Daten über eine SSL-Schnittstelle Ende-zu-Ende-verschlüsselt an einen Arzt oder Therapeuten übermitteln.

Soweit ich das erkennen konnte, stecken keine wirtschaftlichen Gewinnabsichten hinter der App.

Die App ist schlicht, gut lesbar und leicht zu bedienen. Klare Empfehlung!

Gerade wer unter Ängsten leidet oder zu depressiven Verstimmungen neigt, findet hier eine gute und hilfreiche Möglichkeit, sich selbst zu helfen und gedanken- und gefühlsmäßig „auf Kurs“ zu bleiben. Natürlich ersetzt die App keinen Arztbesuch und auch keine psychotherapeutische Behandlung, aber sie ist ein guter Begleiter in der Hosentasche, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußt.