Klar sehen was trägt

Im Moment fliegen uns die großen Zahlen nur so um die Ohren. 800 Millionen Euro für den Wald. Milliarden für den Küstenschutz. Tausende Lehrer, Fachkräfte, Azubis werden gesucht. Allein 106000 Erzieher fehlen. Riesige Euro-Summen werden genannt, um in Deutschland und der Ferne den Klimawandel zu bewältigen. Was ist nur los? Während uns viele, die Discounter vorneweg, jahrzehntelang vorgemacht haben, gut zu Leben hätte keinen Preis, zumindest keinen, der nicht noch weiter zu senken wäre, scheint es jetzt, als bekämen wir die Rechnung präsentiert. Wir müssen erkennen: unser moderner Alltag und unser Wohlstand wurden auf Pump gebaut – geliehen von der Dritten Welt, der Natur, unseren Kindern und Enkeln. Und gerade ihnen hinterlassen wir nun enorme Schuldenberge und eine Erde kurz vor dem Kollaps. Heute ist Buß- und Bettag. Ein Tag der Umkehr. Ein Tag, der uns Gelegenheit gibt, das zu tun, was wirklich wichtig ist in unserem Leben. Das zu wählen, was wir wirklich brauchen – lebensnotwendig. Und nur das, weil alles darüber hinaus uns und unserer Welt endgültig das Genick brechen würde. Der Buß- und Bettag schenkt uns Konzentration auf das Wesentliche. Er will hervorheben, was unser Leben wertvoll macht, was uns im Alltag stark und fest macht, weil es uns im Kern zufrieden und glücklich sein lässt. Die Bibel sagt: „Gerechtigkeit macht ein Volk groß; aber Unrecht macht ihm Schande.“ (Sprüche 14,34) Fragen Sie sich: Was kann ich tun, was brauche ich, damit mein Leben heute gut wird und möglichst gut bleiben kann, ohne anderen, auch zukünftigen Generationen, ihr Glück zu gefährden?